Verhinderungspflege/Urlaubsvertretung

Macht die private Pflegeperson Urlaub oder ist sie durch Krankheit vorübergehend
an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten einer
Ersatzpflege. Diese sogenannte Verhinderungspflege kann etwa durch einen ambulanten
Pflegedienst, durch Einzelpflegekräfte, ehrenamtlich Pflegende oder nahe Angehörige erfolgen.

Sei dem 1. Januar 2015 ist eine Ersatzpflege von bis zu sechs Wochen pro Kalenderjahr
möglich. Außerdem können bis zu 50 Prozent des Leistungsbetrags für Kurzzeitpflege
(das sind bis zu 806 Euro) künftig zusätzlich für Verhinderungspflege
ausgeben werden. Verhinderungspflege kann dadurch auf maximal 150 Prozent des
bisherigen Betrages ausgeweitet werden. Der für die Verhinderungspflege in
Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird auf den Leistungsbetrag für eine
Kurzzeitpflege angerechnet. Seit dem 1. Januar 2016 wird auch die Hälfte
des bisher bezogenen Pflegegeldes für bis zu sechs Wochen im Jahr fortgewährt.
Ab 1. Januar 2017 stehen die Leistungen der Verhinderungspflege den Versicherten der Pflegegrade 2 bis 5 zu.